Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses Gleißenthal – ein Tag voller Gemeinschaft, Dank und Zukunft
Am 12. Juli 2026 wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus in Gleißenthal feierlich seiner Bestimmung übergeben. Der Tag stand ganz im Zeichen des ländlichen Zusammenhalts: Bürgerinnen und Bürger, Handwerksbetriebe, Vertreterinnen und Vertreter der Politik und des öffentlichen Dienstes kamen zusammen, um ein Projekt zu feiern, das erst durch das unermüdliche Engagement vieler Menschen überhaupt möglich wurde.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Bürgermeister Karlheinz Budnik, die anwesenden Gäste – von den Pfarrern Hubert Bartel und Thomas Berthold über den Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags, Tobias Reiß, bis hin zu Herrn Frank Langguth vom Amt für ländliche Entwicklung, den Mitgliedern des Stadtrates, den Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Handwerksbetriebe sowie den Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Werner Kandler, und allen Mitgliedern der Dorfgemeinschaft. Er betonte, „dass wir heute nicht nur ein Gebäude einweihen, sondern den Zusammenhalt eines ganzen Dorfes feiern.“
In seiner Festansprache würdigte Tobias Reiß das Dorfgemeinschaftshaus als Vorbild für ländliche Entwicklung und betonte, dass solche Projekte nur gelingen, wenn Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger Hand in Hand arbeiten. Er hob hervor, dass das Haus ein Symbol für die Kraft des Ehrenamts sei und ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.
Im Anschluss dankte Bürgermeister Budnik allen, die das Projekt möglich gemacht haben. Besonders hervorzuheben sind:
- Josef und Gabi Hecht, die das Grundstück „Stodl“ zur Verfügung stellten und damit den Grundstein legten.
- Thomas Wilhelm, der als Motor des Projekts Planung, Organisation und unzählige Stunden auf der Baustelle investierte.
- Werner Kandler, der im Namen der Dorfgemeinschaft die finanziellen Unterstützer und Helfer würdigte.
- Die Fachfirmen, die Spezialarbeiten übernahmen, während nahezu alle anderen Gewerke – Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Trockenbau, Fenster, Türen, Dämmung, Maler‑ und Verputzarbeiten, Pflasterarbeiten, Schlosserei und Küchenaufbau – von den Dorfbewohnern in Eigenleistung erbracht wurden.
Durch diese beeindruckende Eigenleistung wurden rund 4 600 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet – das entspricht mehr als einem Jahr Vollzeitarbeit. Gemeinschaft lässt sich nicht in Geld messen; sie entsteht aus Herzblut, Idealismus und dem gemeinsamen Wunsch, etwas Bleibendes für kommende Generationen zu schaffen.
Die Stadt hat das Projekt finanziell ermöglicht und die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen. Die Dorfgemeinschaft hat das Vorhaben mit ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz zu einem eigenen Projekt gemacht. Dieses Miteinander war der Schlüssel zum Erfolg und zeigt, wie professionelles Handwerk und freiwilliges Engagement Hand in Hand gehen können.
Herr Frank Langguth vom Amt für ländliche Entwicklung sprach ein Grußwort, in dem er die wichtige Rolle der Fördermittel und die partnerschaftliche Zusammenarbeit hervorhob. Der Stadträte‑Vorsitzende und die ehemaligen Mitglieder des Stadtrates wurden ebenfalls für ihr langfristiges Engagement gedankt.
Die ökumenische Segnung durch Pfarrer Bartel und Pfarrer Berthold verlieh dem Haus einen spirituellen Auftakt. Der Gottesdienst zeigte, dass Gleißenthal nicht nur handwerklich, sondern auch im Glauben zusammensteht.
Gleichzeitig wurde die Maria‑Hilf‑Kirche nach ihrer umfassenden Sanierung wieder eröffnet. Die Stadt Windischeschenbach hat als Eigentümerin gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege die statische Ertüchtigung des Dachstuhls und die Restaurierung des wertvollen Deckengemäldes ermöglicht. Viele Helferinnen und Helfer, die bereits am Gemeinschaftshaus mitgewirkt hatten, unterstützten anschließend die Reinigung und Vorbereitung der Kirche – ein weiteres Zeichen dafür, dass hier niemand fragt: „Ist das meine Aufgabe?“, sondern: „Wo kann ich helfen?“.
Das Dorfgemeinschaftshaus ist nun bereit, Menschen zusammenzubringen – für Feiern, Diskussionen, Workshops, Generationentreffen und vieles mehr. Gemeinsam mit der wiedereröffneten Kirche bildet es das Herz von Gleißenthal: Gebäude kann man bauen, Gemeinschaft kann man nicht kaufen.
Wir freuen uns darauf, dass dieses Haus über viele Jahre hinweg ein lebendiger Ort der Begegnung, des Austauschs und der Heimat bleibt. Möge es stets ein Ort sein, an dem gefeiert, diskutiert, Freundschaften gepflegt und neue Ideen geboren werden.
Herzlichen Dank an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben – und ein herzliches Willkommen an alle Besucherinnen und Besucher, die das neue Dorfgemeinschaftshaus künftig mit Leben füllen werden!
Bilder zu diesem Beitrag zeigen die feierliche Einweihung, die Segnung, die dankbaren Rednerinnen und Redner sowie die beeindruckenden Innen- und Außenansichten des neuen Gemeinschaftshauses.






















