Die Stadt Windischeschenbach und Freistaat Bayern schaffen Grundlage für neue Radwegeverbindung nach Neustadt a.d.Waldnaab
Mit dem geplanten Bau eines rund 1.200 Meter langen Radweges zwischen Windischeschenbach und Neustadt a.d.Waldnaab wird eine weitere Netzlücke im regionalen Radwegenetz geschlossen. Die nun im Rathaus unterzeichnete Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der Stadt Windischeschenbach schafft die Grundlage für die Umsetzung des knapp 648.000 Euro umfassenden Infrastrukturprojekts. Die Bauarbeiten sollen Mitte August beginnen und bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Während der Freistaat Bayern die Baukosten übernimmt, trägt die Stadt Windischeschenbach die Planung, die Vorfinanzierung sowie einen Großteil der Nebenkosten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur zügigen Umsetzung des Bayerischen Radgesetzes.
Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach, und der Stadt Windischeschenbach wurde ein weiterer Meilenstein für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in der nördlichen Oberpfalz erreicht. Die Vereinbarung schafft die Voraussetzungen für den Bau einer neuen Radwegeverbindung entlang der Staatsstraße 2395 zwischen Windischeschenbach und Neustadt a.d.Waldnaab.
Die Maßnahme ist Bestandteil des Bayerischen Radgesetzes, das der Bayerische Landtag im Jahr 2023 beschlossen hat. Ziel des Gesetzes ist es, bis zum Jahr 2030 bayernweit insgesamt 1.500 Kilometer neue Radwege zu errichten und damit den Alltags- und Freizeitradverkehr nachhaltig zu stärken.
Für die Stadt Windischeschenbach ist das Vorhaben ein weiterer konsequenter Schritt beim Ausbau ihrer Radverkehrsinfrastruktur. Bereits im Jahr 2024 konnte mit der Radwegeverbindung zum Geozentrum an der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB) ein bedeutendes Projekt verwirklicht werden. Mit der nun vorgesehenen Verbindung nach Neustadt a.d.Waldnaab wird das regionale Radwegenetz sinnvoll ergänzt und die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer weiter verbessert.
Der Freistaat Bayern übernimmt die Kosten der Bauausführung. Die Stadt Windischeschenbach trägt den überwiegenden Teil der Planungs- und Nebenkosten und übernimmt zudem die Vorfinanzierung der Gesamtmaßnahme. Mit diesem partnerschaftlichen Modell kann das Projekt deutlich früher umgesetzt werden, als dies im Rahmen der regulären staatlichen Planungs- und Bauabläufe möglich wäre. Die Stadt leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur zügigen Verwirklichung der neuen Radwegeverbindung und unterstützt zugleich den Freistaat Bayern bei der Umsetzung der Ziele des Bayerischen Radgesetzes.
Bauoberrat Felix Steghöfer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach unterstrich die große Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Freistaat und Kommunen. Angesichts des ambitionierten Ausbauprogramms des Bayerischen Radgesetzes sei die enge Partnerschaft mit den Städten und Gemeinden ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Bereitschaft der Stadt Windischeschenbach, Planung, Organisation und Vorfinanzierung der Maßnahme zu übernehmen, ermögliche eine deutlich schnellere Umsetzung des Projekts und leiste damit einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in Bayern.
Bürgermeister Karlheinz Budnik dankte dem Freistaat Bayern und dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie die Bereitschaft, dieses bedeutende Infrastrukturprojekt gemeinsam mit der Stadt Windischeschenbach zu verwirklichen.
„Mit dieser neuen Radwegeverbindung schließen wir nicht nur eine bestehende Netzlücke, sondern schaffen eine sichere und attraktive Verbindung zwischen Windischeschenbach und Neustadt a.d.Waldnaab. Davon profitieren künftig Berufspendlerinnen und Berufspendler ebenso wie Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Freizeitradlerinnen und Freizeitradler. Besonders freut mich, dass dieses Projekt in enger und vertrauensvoller Partnerschaft mit dem Freistaat Bayern umgesetzt werden kann. Gemeinsam investieren wir in mehr Verkehrssicherheit, nachhaltige Mobilität und die Zukunft unserer Region“, betonte Bürgermeister Budnik.
Ein besonderer Dank des Bürgermeisters galt den von der Maßnahme betroffenen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern.
„Solche Infrastrukturprojekte lassen sich nur verwirklichen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Deshalb gilt mein ausdrücklicher Dank den betroffenen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern, die mit ihrer Bereitschaft zu den notwendigen Grundstücksarrondierungen einen entscheidenden Beitrag zur Realisierung dieses Radweges leisten. Dieses Entgegenkommen ist keine Selbstverständlichkeit und verdient große Anerkennung“, so Budnik.
Die Planung der Maßnahme erfolgte durch das Ingenieurbüro Zwick aus Weiden unter der Federführung von Dipl.-Ing. Markus Schieder. Mit der Bauausführung wurde die Firma STRABAG aus Maxhütte-Haidhof beauftragt. Die Auftragssumme beträgt knapp 648.000 Euro.
Der rund 1.200 Meter lange Radweg wird im modifizierten Bodenverfestigungsverfahren hergestellt. Dabei kann der vorhandene Untergrund aufbereitet und wiederverwendet werden, sodass ein aufwändiger Bodenaustausch nicht erforderlich ist. Dieses innovative Bauverfahren reduziert Materialtransporte, schont natürliche Ressourcen und ermöglicht zugleich eine wirtschaftliche und nachhaltige Umsetzung der Maßnahme.
Seitens der Stadt Windischeschenbach wird Dipl.-Ing. Johann Würschinger die technische Betreuung und Umsetzung der Baumaßnahme übernehmen.
Die Bauarbeiten sollen nach derzeitiger Planung Mitte August 2026 beginnen und bis Mitte Oktober 2026 abgeschlossen sein. Der genaue Bauablauf wird in den kommenden Wochen gemeinsam mit den betroffenen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern abgestimmt, um die Beeinträchtigungen während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten.